Eine persönliche Maiandacht

Eine persönliche Maiandacht 2020

Diese Maiandacht können Sie auf verschiedene Weise für sich gestalten.

Sie können sie als Stationenweg in der freien Natur beten und suchen sich dazu einen Weg mit drei verschiedenen Stationen. Möglich wäre z.B. Beginn an der zweiten Kapelle (Marienkapelle), eine Station auf dem Weg von der zweiten zur dritten Kapelle und eine Station an der Piuskapelle.

Sie können diese Maiandacht zu Hause beten.

Oder Sie setzen sich in Ihren Garten oder auf Ihren Balkon mit Blick in die Natur.

Oder Sie beten die Maiandacht in der Kirche bei der Mutter Gottes.

Vielleicht beten Sie zusammen mit einer Freundin oder einem Familienmitglied.

Nehmen Sie sich Zeit.

Wo sie beten, ist völlig egal. Seien Sie gewiss, dass wir im Gebet verbunden sind.

Ihre Birgit Rapp

kfd St. Blasius Balve

Beginnen Sie mit dem Kreuzzeichen und folgendem Gebet zu Beginn:

Gott, du bist der Schöpfer des Lebens.

Jede Pflanze, jedes Tier und jeder Mensch –alles hat in dir seinen Ursprung.

Wir danken dir, dass du unsere Welt so wunderbar gestaltet hast.

Staunenswert sind all deine Werke.

Wir bitten dich:

Lass uns immer besser verstehen, was dein Plan mit dieser Welt ist

und hilf uns, nach dem Beispiel der Gottesmutter Maria,

dir zu vertrauen, dich zu loben und mit dir zu leben.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

  1. Alles grünt – Neubeginn

Im Frühling erwacht alles zu neuem Leben.

Die Bäume werden grün, es ist ein frisches Grün, wie es nur im Frühling zu sehen ist. Vielleicht nehmen sie sich einen Moment Zeit und schauen auf eine grüne Wiese, auf einen grünenden Baum – wenn dazu keine Gelegenheit ist, nutzen Sie Ihre Vorstellungskraft.

Stille

Vom Neubeginn lesen wir auch im folgenden Bibeltext:

Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.

Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.

Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.

Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben.

Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?

Der Engel antwortete ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Siehe, auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar gilt, ist sie schon im sechsten Monat.

Denn für Gott ist nichts unmöglich.

Da sagte Maria: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel. (Lk 1,26–38)

Alles wird neu – in jedem Frühjahr wieder.

Der gerade gelesene Bibeltext beschreibt, wie im Leben von Maria alles neu wird. Nichts bleibt, wie es war.

Nehmen Sie sich noch einmal Zeit und blicken Sie ins Grüne. Grün ist die Hoffnung. Denken Sie an Maria. Sie antwortet „mir geschehe“ und gibt damit ihre Zustimmung. So kann Gott durch sie und mit ihr eine neue Welt erschaffen, eine neue Schöpfung durch Jesus Christus, der durch Maria in die Welt kam.

Alles wird neu – damals in Nazareth und auch heute bei uns. Wir dürfen hoffen und uns an den Hoffnungsboten, die in jedem Frühling wachsen, erfreuen

2. Alles blüht – welch eine Farbenpracht im Frühling!

Die Bäume blühen, nach den Frühblühern erfreuen uns viele verschiedene Blumen in den Gärten, an den Wegrändern und im Wald.

Auch Maria wird als Blume verglichen, als Rose oder als Lilie.

Betrachten Sie eine Blumenwiese oder eine Blume, riechen Sie daran – oder nutzen Sie wieder Ihre Vorstellungskraft.

Stille

Vielleicht werden Sie auch dankbar, wenn Sie diese ersten Blumen im Frühjahr sehen, wenn Sie an einer Blume riechen. Diese Station der Maiandacht soll der Dankbarkeit gewidmet sein. Maria singt aus lauter Dankbarkeit ein Lied, das Magnificat, nachzulesen beim Evangelisten Lukas 1,46-55.

Überlegen Sie, für wen oder was Sie im Moment dankbar sind.

Nehmen Sie sich Zeit dafür und bringen Sie diese Dinge vor Gott, von dem alles Gute kommt. Ähnlich wie bei den Fürbitten können Sie auch jeden Dank mit einem Satz aus dem Magnificat abschließen: Meine Seele preist die Größe des Herrn.                                                                                                                            Oder Sie singen den Refrain von Nr. 822 im Gotteslob: „Groß sein lässt meine Seele den Herrn…“ nach jedem Dank.

3. Alles zwitschert – Vogelgesang

Lauschen Sie den Vögeln in der Natur. Wenn Sie gerade zu Hause sind, öffnen Sie das Fenster – oder stellen Sie sich Vogelgesang vor.

Was hat das Vogelgezwitscher mit Maria zu tun?

Es gibt sehr viele Marienlieder. Den Menschen scheint es in den vergangenen Jahrhunderten ein Anliegen gewesen zu sein, Maria zu bitten, aber auch sie zu preisen und zu loben. Und so mischen wir uns an dieser Station in den Gesang der Vögel – der viel schöner ist als unser Gesang J – und singen!

Singen Sie, vor Freude und Dankbarkeit für alles, was sie in der vorherigen Station vor Gott gebracht haben (oder meditieren den Liedtext, wenn Sie nicht allein laut singen mögen J)

Aus dem Gotteslob Lied Nr.  817 Maria Maienkönigin – oder Ihren persönlichen „Marien-Schlager“!

Maria, Maienkönigin, dich will der Mai begrüßen,                                                     I: o segne ihn mit holdem Sinn und uns zu deinen Füßen! :I

Maria, dir empfehlen wir, was grünt und blüht auf Erden.                                       I: O lass es eine Himmelszier in Gottes Garten werden. :I                               

Maria, Jungfrau, auserwählt, gesegnetste der Frauen,                                              I: durch dich kam Gottes Sohn zur Welt, auf deine Hilf wir bauen. :I

Alles, was Sie während dieser persönlichen Maiandacht bewegt haben mag, nehmen Sie mit in das Gebet des Herrn, das uns alle verbindet:

Vater unser im Himmel…

Zum Ende der Maiandacht grüßen wir auch die Gottesmutter und beten:

Gegrüßet seist du, Maria…

Beim Segen zum Abschluss Ihrer Maiandacht blicken Sie noch einmal ganz bewusst in die schöne Natur und sprechen:

Liebender Gott, unser Schöpfer,

auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria bitten wir dich:

Sei mit uns auf unseren Wegen,

begleite uns und alle, die wir im Herzen tragen, in guten und in schweren Zeiten

mit deinem Segen.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Amen.

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